Max Ackermann (1887-1975)

Max Ackermann (1887 – 1975)

1887 Geburt von Max Arthur Ackermann am 5. Oktober in Berlin
1891 Umzug der Familie nach Ilmenau/Thüringen
1903 Lehre als Porzellanmodelleur in der Ilmenauer Porzellanmanufaktur
1905 Tod des Vaters. Max Ackermann beginnt ein Tagebuch mit Modellierversuchen, Aktstudien, Zeichnungen und Kommentaren.
1906 Probemonat bei Henry von de Velde in Weimar. Anschließend einjährige Freistelle am Großherzoglichen Kunstgewerblichen Seminar in Weimar.
1907 Abbruch des Studiums, um in seinem "Freilichtatelier für Steinarbeit" in Ilmenau in Marmor arbeiten zu können. Zeichnungszyklus "Künstler und Leben". Niederschrift eines Plans zur Verewigung eines Künstlerlebens durch einen Bilderzyklus: "National-Denkmal des deutschen Geistes" mit dem Titel "Ein Genius auf Erden" ist Vorstufe zu seiner späteren Kultbau-Idee.
1908 Beginn eines zweijährigen Studiums (Stipendium) der Bildhauerei an der Königlich Sächsischen Kunst-Akademie in Dresden. Abwendung vom Akademiebetrieb, Studien in der Natur und Besuch von Vorlesungen über Literatur und Kunstgeschichte an der Universität.
1909 Beeinflussung durch den Besuch der Berliner Hans von Marées-Ausstellung: arkadische Themen, Dominanz der Form vor literarischem Inhalt, Organisierung des Bildraumes in der Fläche. Ab Wintersemester Studium der Malerei bei Ritter Franz von Stuck an der Königlich Bayerischen Kunst-Akademie in München.
1910 Enttäuschte Abwendung von den Lehrinhalten und pädagogischen Fähigkeiten von Stucks: Beendigung des Studiumaufenthalts in München. Inspiration durch die Farbtheorien des Chemikers Michel Eugene Chevreuil: "leisklingende Farbkreise".
1911 Künstlerische Neuorientierung. Fortsetzung des Studiums an der Königlich Württembergischen Kunst-Akademie in Stuttgart.
1912 Bekanntschaft mit Adolf Hoelzel und dessen Diktum vom "Primat der künstlerischen Mittel", d.h. Ausschluss jeglicher literarischen Assoziation: erste gegenstands-freie Experimente mit kontrapunktischen Prinzipien. Beibehaltung der Parallelität von abstrakter und gegenständlicher Bildsprache bzw. der Korrespondenz gegenständlicher "Abschriften" und abstrakter "Farbform-Schlüssel" bis 1941 bzw. 1950.
1913 Beginn eines Lebens als freischaffender Künstler in Stuttgart. Inspiration durch Kubismus und Futurismus und deren raumaktivierende Elemente. Arbeit an einer 20m langen "Tempelrolle" für den "Montsalvat" genannten Kuhbau.
1914 Tanz- und Spielszenen in rhythmischen, flächendynamisierenden Streukompositionen inspiriert durch Kontakt mit der "Wandervogel-Bewegung". Teilnahme an sozialdemokratischen Antikriegsdemonstrationen.
1915 Unterbrechung der künstlerischen Entwicklung wegen Einberufung zum Kriegsdienst als Landsturmmann.
1917 Nach Verletzung als dienstuntauglich entlassen. Zerstörte Hoffnungen auf "Kunst als Selbstzweck": sozialkritische veristische Arbeiten im Stil der Neuen Sachlichkeit und des Kritischen Realismus.
1918 Stellt seine Zeichenkunst in den Dienst der kommunistischen Bewegung und Arbeiter-Hilfe. Radierungen, Lithographien (Porträts von Freunden, Schauspielern, Künstlern; sozialkritische Themen.
1920 Rudolf von Laban, Meister des neuen künstlerischen Tanzes, plant die Einbeziehung von Ackermanns Schwarz-Weiß-Diagrammen in seine Choreographie.
1921 Einrichtung einer "Lehrwerkstätte für Neue Kunst": Auseinandersetzung mit Konstruktivismus ("Übungen im Bereich absoluter Gestaltung").
1924 Tod der Mutter. Betätigung als Leichtathlet inspiriert ihn zu Sportthemen. Kontakt zum "Uracher Kreis" (Anarchisten, Kommunisten, Lebensreformer.
1926 Parisaufenthalt: Kontakt zu Piet Mondriaan, Adolf Loos, Michel Seuphor. Zeichnungen zum Pariser Boheme-Leben. Auseinandersetzung mit Fernand Legers geometrisch stilisierten Figuren: Entwicklung von typisierten Figuren in realistischen Turn- und Tanzdarstellungen.
1927 Sportzeichnungen für das "Stuttgarter Tagblatt".
1929 7 farbige Vollbilder zu "Heini Jeinemann", pazifistisches Jugendbuch von Anni Geiger-Gog.
1930 Stuttgarter Volkshochschule "Seminar für absolute Malerei": Ackermann hält Kurse über Mittel der Gestaltung; Tessin-Aufenthalt. Bekanntschaft mit M. Werefkin, H. Macke. Malt abstrakte "Schlüssel".
1932 Besuch der Züricher Picasso-Ausstellung.
1933 Machtübernahme der NSDAP verhindert geplante Einzelausstellung in Mannheim. Übernahme des Kunstunterrichts für Gäste des Ferienheims am Bodensee bei Gertrud Ostermayer, seiner zukünftigen Frau.
1936 Lehrverbot an der Stuttgarter Volkshochschule. Heirat, Umzug an den Bodensee. Bekanntschaft mit O. Dix. Gleichzeitigkeit von Gegenständlichkeit und Abstraktion.
1937 Beschlagnahmung der veristischen Arbeiten als so genannte "entartete" Kunst. Gestaltung und Ausführung von abstrakten Glasbildern für Neubauten trotz Berufsverbotes.
1941 Allmähliche Aufgabe des Gegenständlichen zugunsten der Abstraktion.
1943 Bombenangriff zerstört Atelier und zahlreiche frühe Arbeiten.
1944 Evakuierung von Bildern, Zeichnungen, Pastellen.
1950 Mitglied des neu gegründeten "Deutschen Künstlerbundes" und der 1947 gegründeten "Sezession Oberschwaben-Bodensee". Ströher-Preis/Darmstadt. Endgültige Entscheidung für die Abstrakte Malerei.
1951 Preis des Nationalen Olympischen Komitees für Sportzeichnung der 20er Jahre.
1952 Zusammen mit dem Komponisten W. Fortner Veranstaltung eines Seminares über Malerei und Musik im "Kunstpädagogischen Institut am Bodensee" in seinem Haus. Seit der Aufgabe des Gegenständlichen übt die Musik starken Einfluss auf sein Schaffen aus.
1953 Planung eines "Centralen Kultbaues"; Studienreise in die Provence: Suche nach der "Urpflanze". 1954 Anschlag auf drei abstrakte Bilder während einer Ausstellung in Tübingen.
1955 Veröffentlichung der ersten Monographie über Max Ackermann /W. Grohmann)
1956 Berufung in den "Rat der Zehn" durch den "Künstlerbund Baden-VVürttemberg". Aufenthalt auf Teneriffa.
1957 Zum 70. Geburtstag Verleihung des Professorentitels. Scheidung.
1964 Ehrengast der Villa Massimo in Rom. Entstehung der römischen Pastellserie. Reise nach Neapel. Aufenthalt auf Ischia. 1967 Unerwiderte Liebe schlägt sich in kleinen Acrylbildern nieder, inspiriert von Pop-Art, Farbfeldmalerei. 1968 Nach Bruch der rechten Hand erste Malversuche bei Kuraufenthalt.
1969 Bekanntschaft mit seiner zukünftigen Frau Johanna Strathomeyer.
1970 "Sylvesterzeichnungen"
1971 Gründung der "Max Ackermann-Gesellschaft" und der "Gesellschaft der Freunde Max Ackermanns" in Frankfurt. Schwere Lebererkrankung.
1974 Erster Schlaganfall. Heirat.
1975 Tod von Max Ackermann am 14. November.

Zurück

 

facebook Twitter Instagram Pinterest Kunstauktionen Artsy

Künstler